Gefahren beim Fondue

Jedes Jahr gibt es sie immer wieder, die typischen Fondue Unfälle. Neben Verbrennungen in unterschiedlichen Schweregraden, kann der gemütliche Fondue-Abend gar bis zum Hausbrand enden. In diesem Artikel möchten wir Ihnen die unterschiedlichen Gefahrenpotenziale beim Fondue aufzeigen und erklären, wie man diese minimiert.

Verbrennungen

Ein offener Topf mit siedend heißem Wasser provoziert gerade Verbrennungen. So kommt es tatsächlich immer wieder zu kleineren oder größeren Verletzungen. Insbesondere wenn beim Familienabend kleine Kinder anwesend sind, gilt eine doppelte Achtsamkeit. Wie ein Fondue Sicherheitstest des Fernsehmagazins WISO zeigte, reicht bei manchen Fondues schon eine kleine Belastung von gerade einmal ca. 700 Gramm um einen Topf zum Kippen zu bringen. Zwar gibt es auch Fondues, bei denen viel mehr Kraft angewendet werden muss, dennoch sollte man einige Maßnahmen ergreifen, um Verbrennungen durch Fondues zu vermeiden oder zu vermindern.

Wichtig ist dafür die richtige Platzierung des Fondues. Dieses sollte von jedem gut erreichbar sein, aber zu nah sollte man auch nicht sitzen. Kleinkinder sollten generell keine Chance haben, das Fondue zu erreichen. Hier insbesondere darauf achten, wohin der Griff zeigt und ob dieser für die Kinder erreichbar ist. Bei einem elektrischen Fondue muss man zusätzlich noch auf das Kabel samt Stecker aufpassen. Auch auf einen wackeligen Tisch hat ein Fondue nichts zu suchen.

Sollte es dennoch zu einer Verbrennung durch ein Fondue kommen, dann sollte man schnell handeln. Generell ist Kühlen immer ein guter Anfang. Aber Achtung bei großflächigen Verbrennungen, etwa am Bauch oder Rücken. Hier schadet Kühlen durch eine Unterkühlung mehr, als es hilft, wie Professor Dr. Peter Sefrin, Bundesarzt beim Deutschen Roten Kreuz, in einem Artikel in der Apotheken Umschau verrät. Zum Kühlen sollte Leitungswasser genommen werden, da dies mit einer Temperatur von 15 bis 20 Grad ideal sei. Anschließend die Brandwunde steril abdecken. Bei schwerwiegenden Verbrennung sollte auf jeden Fall ein Notarzt gerufen werden.

Fondue Feuer

In den Zeitungen liest man es um die Weihnachts- und Silvesterzeit jedes Jahr wieder: Ein Fondue sorgt für einen Brand und im besten Fall kommen die Beteiligten nur mit einem Sachschaden davon.

Das ein Fondue Feuer fängt, das kann schnell passieren. Das liegt daran, dass das Fett bzw. Öl bei einem Fettfondue im hoch erhitzten Zustand sich selbst entzünden kann. Die meisten Menschen machen dann aber den Fehler, das brennende Fondue mit Wasser löschen zu wollen. In diesem Fall kommt es aber zu einer Fettexplosion. Das liegt daran, da das Wasser auf das mehrere hundert Grad Celsius heißes Fett trifft und damit schlagartig verdampft. Dadurch wiederum wird das brennende Fett in die Luft gerissen und führt dann zu einer Feuersäule, die nahestehende Personen schwerste Verbrennungen zufügen kann.

Ein brennendes Fondue sollte man deshalb immer ersticken, am besten mit einen trockenen Deckel. Generell sollte man ein Fondue im Betrieb nie alleine lassen.

Artikel am 28.12.2013 veröffentlicht.