Ein Induktions-Fondue ist ein ganz besonderes elektrisches Fondue. Hierbei wird der metallische Caquelon (Fonduetopf) durch induktiv erzeugte Wirbelströme erwärmt. Diese sogenannte elektromagnetische Induktion erzeugt ein elektrisches Feld durch die Änderung der magnetischen Flussdichte. Michael Faraday entdeckte die elektromagnetische Induktion im Jahr 1831. Er konnte sich aber damals wohl kaum ausmalen, dass man mit Induktion irgendwann sogar ein Fondue betreiben kann. Tatsächlich ist das Kochen mit Induktion heutzutage in vielen Küchen schon der Normalfall. Man spart zum einen Zeit und gleichzeitig auch Energie. Man braucht lediglich hingegen spezielle Induktionskochfelder und das zugehörige metallische Kochgeschirr. In einem Induktions-Fondue Set ist natürlich alles dabei was man braucht: Das entsprechende Induktionsfeld und der Fonduetopf. Im Vergleich zu einem elektrischen Fondue, wird bei einem Induktions-Fondue nicht auch die Platte heiß, sondern lediglich der Topf. Die Platte wird lediglich durch die wärme des Topfs erwärmt, was die Sicherheit bei der Anwendung weiter erhöht. Das Induktions-Fondue ist damit das sicherste Fondue, da man sich nicht die Hand am Kochfeld verbrennen kann.
Im nachfolgenden sollen Induktions-Fondue Sets vorgestellt werden.
Wer schon ein Induktionskochfeld sein Eigenen nennen darf, der kann natürlich auch darauf das Fondue mit dem Caquelon/Fonduetopf zubereiten und anschließend servieren, wobei in diesem Fall dann die Hitzequelle während des Verzehrs fehlt und man schnell sein muss. In solch einem Fall muss man sich aber erst einmal erkundigen, ob der Fonduetopf überhaupt Induktions-geeignet ist. Denn nicht alle Fonduetöpfe können über ein Induktionsfeld erhitzt werden. Bei einem Induktions-Fondue Set muss man sich diese Frage nicht stellen, denn hier bekommt man sowohl das Induktionsfeld mitsamt dem zugehörigen Fonduetopf dazu. Schaut man sich allerdings einmal beim größten Versandhändler der Welt, Amazon, um, dann sieht man, dass es kaum Induktions-Fondue Sets zu kaufen gibt. Im nachfolgenden solle deshalb die beiden momentan erhältlichen Induktions-Fondue Sets bei Amzaon näher vorgestellt und getestet werden.
Wir haben uns die beiden Induktions-Fondue Sets Caso 2280/2282 und Steba IK 11 S näher angeschaut. Preislich geben sich die beiden Induktions-Fonduemodelle nichts. Zum Testzeitpunkt, waren beide Fondues zwischen circa 119 und 150 Euro erhältlich.
Caso ist ein Hersteller von elektrischen Küchengeräten, wobei man hier vom Eierkocher bis zum elektrischen Weinkühler alles bekommt. In der Kategorie Fondue bietet das Unternehmen lediglich ein Modell an, das jeweils unter der Bezeichnung Caso 2280 bzw. Caso 2282 erhältlich ist. Der Unterschied liegt dabei lediglich in der Farbe. Während das Caso 2280 Induktions-Fondue einen weißen Unterbau hat, hat das Caso 2282 Induktions-Fondue einen schwarzen Unterbau. Im Vergleich mit dem weiter unten vorgestellten Steba IK 11 S kann das Caso Fondue in Punkto Design durchaus überzeugen. Schlicht aber doch elegant, bietet es dem Topf mit einem Gesamtfassungsvermögen von 2,5 Litern auf dem Sockel einen festen, guten Halt (im Inneren des Topfs findet man eine Markierung sowohl für minimalen als auch maximalen Füllstand).
Mit einer Leistung von 1000 Watt kann man Temperaturen von 60 bis 240 Grad Celsius erreichen. Die Temperatur kann dabei allerdings nur in 20er Schritten eingestellt werden. Ein gleichmäßiges Erhitzen ist dabei dank Induktionstechnik kein Problem. Zur Sicherheit ist ein Überhitzungschutz eingebaut, der das Gerät beim Überschreiten einer kritischen Grenze ausschaltet und eine entsprechende Fehlercode auf dem Display ausgibt. Beim Fonduetopf kommt ein Edelstahl- und Aluminium Mehrschichtmaterial zum Einsatz, er eignet sich aber dennoch sowohl für Brüh-, Käse- als auch Schokoladenfondue. Mit einem Timer, der bis zu 180 Minuten programmierbar ist, kann man dem Fondue mitteilen, dass es nach der eingestellten Zeit in den Standby-Betrieb wechseln soll. Ist dies der Fall, ertönt ein akustisches Signal.
Im Stiftung Warentest Fondue-Set Test bekam das Caso Induktionsfondue, das dort unter der Bezeichnung Caso Design getestet wurde, eine Gesamtnote von 2,3 und gelangte damit auf den dritten Platz von insgesamt zehn bewerteten Fondue-Sets. Das Caso Design war dabei das einzige getestete Induktions-Fondue.
Bis auf die wahrnehmbare Betriebsgeräusche (Lüfter), die den ein oder anderen stören können, gibt es beim Caso Induktions-Fondueset eigentlich nichts zu meckern. Schon nach rund 10 Minuten im Betrieb kann man mit dem Fondue loslegen, eine hohe Sicherheit ist gegeben und auch die Ausstattung fällt zwar nicht üppig aber vollkommen ausreichend aus. Kein Wunder, dass das Caso Induktionsfondue im Stiftung Warentest Fonduetest es auf das Siegertreppchen der besten Fonduegeräte geschafft hat. Mit dem Kauf des Caso Induktions-Fondueset kann man so eigentlich nichts falsch machen!
Das Steba IK 11 S vereint sowohl Induktions-Fondue + Wok. Hier bekommt man also gleich zwei beliebte Zubereitungsarten zu einem attraktiven Preis. Da neben einem Fonduetopf auch noch ein Wok auf der Induktionsplatte Platz finden muss, ist diese im Vergleich zum Caso Induktions-Fondue auf einem deutliche breiteren und flacheren Unterbau verbaut worden. Das sieht optisch nicht ganz so elegant aus, dient aber dem Zweck, dass man sowohl Fonduetopf als auch Wok gut darauf unterbringen kann.
Leistungstechnisch ähnelt sich das Steba IK 11 S stark dem Caso Induktions-Fondue. Auch hier hat man eine Leistung von 1000 Watt und kann Temperaturen von 60 bis 240 Grad Celsius erreichen. Allerdings gibt es hierfür nur sieben Leistungsstufen, beim Caso Fondue sind es zehn an der Zahl. Ebenfalls vorhanden ist ein Timer, der allerdings sich nur im Bereich von 10 bis 120 Minuten einstellen lässt, was aber immer noch vollkommen ausreichend ist. Darüber hinaus schaltet sich das Gerät danke automatischer Topferkennung ab, wenn kein Topf auf der Platte steht.
Weniger Temperatur- und Timer-Stufen, das selbe Lüfterproblem, dafür einen Edelstahl Wok mit Glasdeckel zusätzlich als das Caso Induktionsfondueset. Wer weniger Wert auf das ästhetische und viel mehr auf das praktische steht, der ist mit dem Steba IK 11 S bestens beraten und bekommt nicht nur ein gutes Induktionsfondue, sondern gleichzeitig auch noch einen Wok dazu. Und das zu einem Preis, über den man sich wirklich nicht beklagen kann.
Inzwischen gibt es auch den ersten professionellen Induktions-Fondue Test der Stiftung Warentest in der Ausgabe 1/23, die aber bereits Mitte Dezember 2022 erhältlich war. Getestet wurden zwar nicht nur ausschließlich Induktions-Fondues, sondern allgemein Fondue-Sets, darunter war mit dem Casio Design, das dem hier vorgestellten Caso 2280/2282 entspricht, aber auch ein Induktions-Fondue mit dabei. Und dieses schlug sich gar nicht einmal so schlecht. Mit einer Gesamtnote von 2,3 landete es auf den dritten Platz und konnte sich damit sehr gut im Testfeld mit neun weiteren Fondue-Sets platzieren. Die Tester lobten den großen Topf, der das größte Fassungsvermögen der getesteten Fondue-Sets aufweisen konnte und die schnelle Aufheizzeit. Kritisiert wurde, wie auch in unserem Test, das laute Gebläse. Mehr findet man im Heft 01/23, das man online kaufen oder als PDF für rund sechs Euro herunterladen kann.
Von den Testern von Ökotest oder anderen großen Testistituten ist uns kein Induktions-Fondue Test bekannt.
Nachfolgend werden kurz die verschiedenen Vorteile und Nachteile von Induktionsfondues im Vergleich mit normalen elektrischen Fondues vorgestellt.